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1997
Geschichte & Entstehung

Wie alles
begann – Horn.

Die Geschichte des Jugendparlaments Horn ist eine Geschichte von Jugendlichen, die nicht darauf gewartet haben, dass Erwachsene für sie entscheiden. Sie haben selbst angefangen.

Eine Idee
verändert Horn

Alles begann im Herbst 1996, als sich fünf Sozialeinrichtungen des Stadtteils Horn im Jugendarbeitskreis (JAK) Horn/Billstedt zusammenschlossen. Ihr Ziel: die Infrastruktur für Jugendliche im Stadtteil zu verbessern – und zwar gemeinsam.

Im Winter 1997 fand ein erster dreitägiger Jugendworkshop statt. 25 Jugendliche aus verschiedenen Einrichtungen entwickelten Ideen für ihren Stadtteil – und kamen zu einem kühnen Schluss: Sie wollten nicht nur Ideen einbringen, sondern selbst mitentscheiden.

Am 4. Mai 1998 wurden die Ergebnisse dem Jugendhilfeausschuss Hamburg-Mitte präsentiert. Der Vorschlag eines Jugendparlaments mit eigenem Budget von 20.000 DM traf auf offene Ohren – und am 21. September 1998 stimmte der JHA einstimmig zu.

1997
Erster Jugendworkshop auf dem Jugendhof Scheersberg
1996
Gründung des JAK Horn/Billstedt
25
Jugendliche beim ersten Workshop 1997
20.000 DM
Startbudget – einstimmig bewilligt
19
Einrichtungen entsenden Delegierte
19.1.1999
Erste offizielle Sitzung in Hamburg

Von der Idee
zum Parlament

Der Weg vom ersten Gedanken bis zur ersten offiziellen Sitzung dauerte über zwei Jahre – und war geprägt von politischen Verhandlungen, Workshops und dem unermüdlichen Einsatz engagierter Jugendlicher.

Herbst
1996Startschuss
Vorgeschichte
JAK Horn/Billstedt gründet sich
Fünf Sozialeinrichtungen schließen sich zum Jugendarbeitskreis Horn/Billstedt zusammen: Jugendzentrum Horner Geest, Timo-Jugendclub, HdJ Manshardtstraße, Jugendverein Dringsheide und Straßensozialarbeit Horn. Ziel: bessere Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte für Jugendliche im Stadtteil.
28.–30.
Nov. 1997Der Anfang
1. Jugendworkshop Horn / Billstedt
Jugendhof Scheersberg: Wo alles wirklich begann
Auf dem Jugendhof Scheersberg in Quern kommen 25 Jugendliche zwischen 15 und 22 Jahren aus den fünf JAK-Einrichtungen zusammen – ein Wochenende lang, von Freitagabend bis Sonntagmittag. Begleitet von sechs Sozialarbeitern erarbeiten sie in fünf Arbeitsgruppen konkrete Ideen für ihren Stadtteil. Motto: „Ein Versuch von Jugendlichen und Sozialarbeitern zur aktiven Stadtteilgestaltung."

Die fünf Gruppen beschäftigen sich mit: selbstverwaltetem Jugendcafé, Wochenendangeboten, Freiflächen-Nutzung im Stadtteil, themenorientierten Projekten und dem „Startschuss in die Selbständigkeit". Das Ergebnis: über 30 konkrete Wünsche und Ideen – und die klare Botschaft, dass Jugendliche nicht nur mitreden, sondern mitentscheiden wollen. Die Schlussbetrachtung des JAK: „Der erste Schritt eines fruchtbaren Dialogs in Hamburgs Osten ist jedenfalls gemacht."
Winter
1997/98Nachbereitung
Vom Workshop zur Idee
Die Forderung wird konkreter: Ein Jugendparlament
Nach dem Scheersberg-Workshop drängen die Jugendlichen auf Umsetzung: „Endlich mal was passiert!" ist die Stimmung. Der JAK trägt die Ergebnisse in den Jugendhilfeausschuss. Dabei geht der Vorschlag weit über einzelne Projekte hinaus: Matthias Koberg bringt als erstes der Sozialarbeit die Idee eines Jugendstadtteilparlaments als Pilotprojekt ein – mit eigenem Budget, eigenem Entscheidungsrecht, von Jugendlichen für Jugendliche. Die Idee zündet.
4. Mai
1998Politischer Durchbruch
JHA Hamburg-Mitte
Präsentation vor dem Jugendhilfeausschuss
Die Ergebnisse des Workshops werden dem Jugendhilfeausschuss (JHA) Hamburg-Mitte vorgestellt. Ein Kurzfilm leitet ein, dann präsentieren die Jugendlichen ihre Ideen. Der JHA zeigt sich angetan und signalisiert Unterstützung – zumindest für einen Teil der Vorhaben. Entscheidend: SPD und CDU stimmen dem Konzept eines Jugendparlaments im Grundsatz zu.
Sommer
1998Patenschaft
Bürgerstiftung Hamburg
Eine Stiftung wird zum ersten Paten
Die gerade im Gründungsprozess befindliche Bürgerstiftung Hamburg wird auf das JuPa aufmerksam und bietet eine Patenschaft an. Kommunikationsberater Nezam Taraz besucht das JuPa und gibt einen Workshop zu Kommunikation und Konfliktlösung. Die Stiftung vermittelt Fachleute, stiftet einen Laptop und Drucker, und wird zum dauerhaften Begleiter.
21. Sept.
1998Ja!
Einstimmiger Beschluss
Der JHA stimmt zu – einstimmig
Der Jugendhilfeausschuss Hamburg-Mitte beschließt einstimmig die Einrichtung und Finanzierung des Jugendparlaments Horn für das Jahr 1999. Das Budget: 20.000 DM aus dem Innovationstopf des JHA. Zusätzlich stehen 5.000 DM für Geschäftsführung und Verwaltung zur Verfügung. Ein einmaliger Vorgang in der Hamburger Jugendhilfepolitik.
20.–22.
Nov. 1998Gründungsworkshop
Haus am Schüberg, Hoisbüttel
Das Wochenende, das alles veränderte
21 Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren aus 19 Horner Einrichtungen – Schulen, Sportvereine, Jugendclubs, Feuerwehr, Pfadfinder – kommen für drei Tage zusammen. In vier Arbeitsgruppen erarbeiten sie die Grundlagen des künftigen Parlaments: Satzung und Regeln, Öffentlichkeitsarbeit, Strukturen und Kommunikation, Finanzen. Feedback der Teilnehmenden: „SUPER!", „Die Stimmung war gut!!!", „Viel rausgekriegt!"
19. Jan.
1999Premiere
Ortsamt Billstedt, 18:30 Uhr
Die erste Sitzung des Jugendparlaments Horn
25 Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus 19 Horner Einrichtungen kommen zur konstituierenden Sitzung zusammen. Das erste Jugendparlament Hamburgs tagt zum ersten Mal – ohne Öffentlichkeit, aber mit Grußworten von JHA-Vorsitzendem Johannes Kahrs und dem Patenschaftsangebot der Bürgerstiftung. Die erste Satzung wird verabschiedet. Horn schreibt Geschichte.

Was Jugendliche in Horn
vermissten – 1997

Beim ersten Workshop auf dem Jugendhof Scheersberg sammelten die 25 Teilnehmenden über 30 Wünsche für ihren Stadtteil. Viele davon wurden durch das JuPa in den folgenden Jahren Wirklichkeit.

Sport & Bewegung
  • Inlineskatebahn
  • Basketballkörbe
  • Midnight-Fußball-Projekt
  • Mehr Sporttermine
  • Selbstverwaltete Turnhallen
  • Schwimmbad
  • Kampfsportmöglichkeiten
Freizeit & Kultur
  • Jugendcafé in Eigenverantwortung
  • Disco / Partyräume
  • Wochenendangebote in Horn
  • Kino im Stadtteil
  • Theater
  • Musikräume
  • Mehr Auslandsreisen
Infrastruktur & Mitbestimmung
  • Bessere Busverbindungen
  • Beiräte in Jugendeinrichtungen
  • Verleihservice für Jugendliche
  • Beratungsstellen (Drogen, Arbeit)
  • Nachbarschaftshilfe
  • Jobs für Jugendliche
  • Hausaufgabenhilfe

Viele dieser Wünsche wurden Wirklichkeit: Die Inlineskatebahn auf der Horner Rennbahn, Basketballkörbe, Bolzplätze, Fußballturniere, Parties und Kulturveranstaltungen – realisiert durch das JuPa Horn in den Jahren nach der Gründung 1999.

Was die Jugendlichen
damals sagten

Aus den Protokollen des Gründungsworkshops – ungefilterte Stimmen der Jugendlichen, die das JuPa Horn erfunden haben.

Wir wollen Basketballkörbe aufstellen, die verwahrlosten Plätze an der Horner Rennbahn zu Treffpunkten für Jugendliche machen.

Martin Naser, 19 Jahre JUZ Horner Geest, Gründungsparlamentarier 1999

Wir wollen nicht wie die großen Politiker, die immer nur Wahlversprechen machen und nachher nichts tun, sondern ich werde mich richtig für die Jugendlichen im Stadtteil einsetzen.

Martin Naser Flensburger Tageblatt, 19. Dezember 1998

Wir müssen ein paar derbe Dinger bringen, wo die Leute sagen: 'Guck mal!'

Jasmina Banić JUZ Horner Geest, Gruppe Öffentlichkeitsarbeit, Workshop 1998

Wenn die Jugendlichen nicht zu uns kommen, dann können wir nichts machen. Wir müssen denen das Gefühl geben: 'Wir sind für euch da.'

Gruppe Öffentlichkeitsarbeit Protokoll Gründungsworkshop, November 1998

Für ein eigenes Gefühl für den Stadtteil – nicht Staatsbürgerschaft oder Volljährigkeit als Zugangsvoraussetzung zur Mitbestimmung orientiert.

Flensburger Tageblatt 19. Dezember 1998, über das JuPa-Konzept

Ihr habt ein ganz bestimmtes Bild von diesem Stadtteil vermittelt, ein Bild, das mit den Klischees, die teilweise in der Stadt verbreitet werden, überhaupt nichts zu tun hat. Das finde ich eine ganz hervorragende Sache!

Dr. Karsten Plog Vorstand Bürgerstiftung Hamburg, beim 10-jährigen Jubiläum 2009

Was in drei Tagen
entschieden wurde

Vier Arbeitsgruppen legten am Wochenende vom 20.–22. November 1998 im Haus am Schüberg die Grundlagen des Jugendparlaments fest.

AG1
Satzung und Regeln
Die Gruppe erarbeitete 15 Grundsätze: einfache Mehrheit bei Anträgen, Antragsfrist 16 Tage vor der Sitzung, Rederecht für alle Antragsteller (5 Minuten), offene Wahl per Handzeichen. Altersgrenze: 14 bis 22 Jahre (ab 2000 bis 27). Die Staatsangehörigkeit spielt für die Wahl keine Rolle. Auflösung nur mit ¾-Mehrheit möglich.
AG2
Öffentlichkeitsarbeit
Vier Aufgabenbereiche wurden definiert: Pressesprecher (2–3 Leute), Werbung (2 Leute), Dokumentation (2 Leute) und Medienorgane. Diskutiert wurden Flugblätter, eigene Zeitung, Radio Horn, Luftballons, T-Shirts und Straßenstände. Außerdem: Ein Logo soll ausgeschrieben werden – für Horner Jugendliche bis 22 Jahre, Einsendeschluss 5. Januar 1999.
AG3
Strukturen und Kommunikation
Das JuPa gliedert sich in vier Arbeitsgruppen: Kreativ- und Kontaktgruppe, Aktivgruppe, Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit. Jede AG wählt einen Sprecher in den Sprecherrat. Dieser bildet zusammen mit der Geschäftsführung den Vorstand. Der Beirat hat Teilnahme-, Rede- und Vorschlagsrecht – aber kein Stimmrecht.
AG4
Finanzen
Das „Martin-Modell" setzt sich durch: Einteilung des Geldes nach Quartalen (4 × 4.000 DM) plus Notgeld (4.000 DM). Hauptkriterium für die Mittelvergabe: Notwendigkeit. Kein Sitzungsgeld – die Arbeit ist ehrenamtlich. Spenden und eigene Einnahmen werden nicht mit dem JHA-Budget verrechnet. Sinn des JuPa: nicht Geldausgeben, sondern kreative Beteiligung.

Das erste
Jugendparlament Horn

25 Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus 19 Horner Einrichtungen bildeten das erste Jugendparlament Hamburgs. Hier die vollständige Liste aus den Gründungsdokumenten:

Gesamtschule HornMalte Kamph, Marko Köhne
Gymnasium St. GeorgMelanie Griese, Thorsten Techentien
Hamburger Turnerschaft v. 1816Ewgeniy Narodetskyi
Haus der Jugend ManshardtstraßeAnna Hapka, Johanna Kilianski
Horner Pfadfinder / FCPSascha Fricke
Horner TurnvereinSebastian von Borstel, Silvia Turek
Jugendfeuerwehr Billstedt-HornTobias Mennenga
Jugendzentrum Horner GeestJasmina Banić, Martin Naser, Meriem Sehili (Stv.), Serdar Tarac (Stv.)
Kindertreff RiedsiedlungWolfgang Krohn
Schule Beim PachthofTatjana Schulte, Sahand Ghesmati (Stv.)
Schule HermannstalYolanda Jasmin Bautista-Ortuno
Spielhaus Horner LandstraßeCornelia Thomsen
Spielhaus Horner RennbahnJuana Cano Morilla
Straßensozialarbeit HornConny Ascher
TIMO-JugendclubMirko Gavran, Claudia Hoberg
Wichern Schule, RealstufeSusanne Roggan
Wichern Schule, OberstufeFatima Arslan, Sonia Boukhalfa
Geschäftsführung Susanne Niemann & Melanie Griese

Horn in
den Schlagzeilen

Das JuPa Horn war von Anfang an ein Medienthema – weit über Hamburg hinaus. Von der Gründungsidee 1998 über erste Projekte bis zu überregionaler Aufmerksamkeit: ein Querschnitt durch sieben Jahre Berichterstattung.

📰 Gründungsjahr 1998
Mai
1998
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · 17.5.1998
„Ein Jugendparlament für Billstedt/Horn?"
Erste Berichterstattung über das Konzept. Sozialarbeiter und Jugendliche präsentieren im Jugendhilfeausschuss die Idee eines selbstverwalteten Gremiums mit eigenem Budget. Matthias Koberg: „Wir schlagen ein Jugendstadtteilparlament als Pilotprojekt vor."
Jul
1998
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · 13.7.1998
„Konzept für das Jugendparlament"
Nach der Vorstellung im Jugendhilfeausschuss legt eine Vorbereitungsgruppe in der Stadtteilkonferenz ein ausgereiftes Konzept vor: 25 Sitze, je ein Drittel aus Einrichtungen, Vereinen und ungebundenen Jugendlichen. Start: Januar 1999.
Okt
1998
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Oktober 1998
„Grünes Licht für das Jugendparlament Horn: Jetzt sind wir dran!"
Nach dem einstimmigen JHA-Beschluss: 19 Einrichtungen rufen zur Wahl ihrer Abgeordneten auf. Erste Sitzung am 19. Januar 1999 steht fest. Gründungsworkshop Ende November geplant. Wolfgang Großmann: „Das JuPa braucht jetzt die Unterstützung aller."
Dez
1998
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Nr. 52, 23.12.1998
„Jugendparlament Horn kommt voran – Logo gesucht!"
Der Gründungsworkshop Ende November war ein Erfolg: 30 zukünftige Parlamentarier erarbeiteten Strukturen, Geschäftsordnung und Finanzen. Im Januar folgt die Verfassung, im Februar oder März die erste öffentliche Sitzung. Und: Ein Logo für das JuPa wird gesucht!
Dez
1998
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Jahresrückblick Dez. 1998
Jahresrückblick: „Innovativer Versuch zur Jugendbeteiligung"
Das Wochenblatt zieht Bilanz: Das JuPa-Projekt gilt als einer der Höhepunkte des Jahres. Die Idee gewann 1998 Gestalt, die Abgeordneten wurden gewählt, der Gründungsworkshop fand statt. Was 1999 tatsächlich bewirkt werden kann – darauf ist man gespannt.
🚀 Aufbaujahre 1999–2000
Apr
1999
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · 15. April 1999
„Jugendparlament tagt" – Das JuPa kommt in Fahrt
Zur dritten öffentlichen Sitzung am 20. April im Gymnasium St. Georg. Erste Ideen für den Stadtteil werden konkret: Inline-Skate-Anlage, Standortsuche läuft. Ein JuPa-Briefkasten soll im ganzen Stadtteil aufgehängt werden. Und: Das offizielle Logo von Denny Pötzscher wird eingeführt.
Okt
1999
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Oktober 1999
„JuPa-Geburtstagsparty" – Ein Jahr JuPa Horn
Genau ein Jahr nach der Gründung feiert das JuPa am 27. Oktober im Bürgerhaus Dannerallee. Das Parlament hat sich von einem Experiment auf eigene Beine gestellt und ist über Horn hinaus bekannt. DJs Tom & Jerry, Eintritt 4 Mark – für wohltätige Zwecke in Horn.
Dez
1999
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Jahresrückblick 1999
„Erfolgsmodell Jugendparlament" – Jahresrückblick 1999
Als soziales und demokratisches Erfolgsmodell des Jahres würdigt das Wochenblatt das JuPa Horn. Das Experiment zur Jugendbeteiligung hat 1999 Eigendynamik und Selbstbewusstsein entwickelt – und lässt für die Zukunft einiges erwarten.
2000
Greenpeace Magazin
Greenpeace Magazin · 6/2000
„Kinder an die Macht" – Jugendbeteiligung bundesweit
Das Greenpeace Magazin nimmt das JuPa Horn als leuchtendes Beispiel für funktionierende Jugendbeteiligung. Susanne Niemann wird als Geschäftsführerin des „nahezu mustergültigen Projekts" porträtiert: 20.000 Mark Jahresetat, monatliche Sitzungen, echte Entscheidungsmacht.
Apr
2000
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · April 2000
„Engagement gefragt" – Schulhofprojekt nimmt Gestalt an
Seit Mai 1999 arbeitet das JuPa an einem offenen Sportangebot auf dem Schulhof der Stengelestraße. Mit Bürgerstiftung, Horner TV und Timo-Gemeinde wird ein „Streetgameworker" finanziert. Informationsabende für Ehrenamtliche am 13. und 27. April.
Apr
2000
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · April 2000
„Neues Büro für Stadtteilverein" – JuPa zieht mit ein
In der Horner Landstraße 85 beziehen Stadtteilverein und Jugendparlament Horn gemeinsam neue Räume: ein Büro und ein Versammlungsraum. Das JuPa hat jetzt eine feste Adresse im Stadtteil.
Dez
2000
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Dez. 2000
„Was fehlt in Horn?" – JuPa fragt den Stadtteil
Zur letzten Jahressitzung im Europa-Gästehaus diskutiert das JuPa konkrete Mängel: Basketballkörbe, Discos, Schulhoföffnung, Computerzugang. Pressesprecher Sebastian von Borstel zieht Bilanz: „Wir sind seit zwei Jahren dabei und haben schon einiges in Horn bewegt."
🛹 Projektjahre 2001–2003
Mai
2001
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Mai 2001
„Abpfiff für Fußball-Projekt?" – Schulhoföffnung in Gefahr
Das erfolgreiche Schulhofprojekt Stengelestraße steht vor dem Aus: Das Arbeitsamt streicht die ABM-Stelle des Streetgame-Workers Ingo Saalfeld. Alle Stadtteil-Akteure kämpfen für den Erhalt. Barbara von Borstel: „Im ersten Jahr haben wir das Konzept erfolgreich erprobt."
Jun
2001
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Juni 2001
„Fest gegen Sucht und Gewalt" – JuPa als Veranstalter
Großes Stadtteilfest auf der Horner Geest: Alle sozialen Einrichtungen beteiligen sich. Das JuPa richtet die Abendparty aus – DJ-Musik, Getränke zum Niedrigpreis. Das JuPa als vernetzende Kraft im Stadtteil.
Nov
2001
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Nov. 2001
„5 Jahre Jugendarbeitskreis Horn/Billstedt"
Das Netzwerk der Jugendeinrichtungen feiert Jubiläum. Zu den gemeinsamen Erfolgen zählt explizit das Jugendparlament Horn, dazu das JobCenter, die Jugendzeitung XP und die Schulhoföffnung. Ein starkes Zeichen für Kooperation im Stadtteil.
Dez
2001
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Dez. 2001
„Straßenkicker in der Halle" – Schulhofprojekt gerettet
Nach dem Wegfall der ABM-Stelle zieht das Projekt in die Sporthalle der Stengelestraße um. Jeden Samstag, 15–19 Uhr, unter Betreuung von Sportpädagogen. Finanziert über das Spenden- und Jugendparlament – das JuPa hält sein Projekt am Leben.
Nov
2003
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Nov. 2003
„JuPa sorgt für Bolzplatz" – Klassische Arbeitsweise
Frischer Belag, richtige Tore: Der Bolzplatz am Sandkampweg ist wieder bespielbar. Auf Initiative von Deniz Tan und Dennis Haack, vermittelt durch das JuPa, wurde zunächst der Grandplatz erneuert, später aus der eigenen JuPa-Kasse neue Tore für 300 Euro finanziert.
🎂 Jubiläumsjahre 2004–2005
Feb
2004
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Februar 2004
„JuPa feiert" – Rauschende Geburtstagsparty
Am 21. Februar lädt das JuPa zur großen Fünf-Jahres-Party in die Dannerallee 5. DJ the OZ legt auf – Black Music bis Charts. Eintritt frei, alle Getränke 50 Cent. Die ganze Jugend aus Horn ist eingeladen.
Sept
2005
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · September 2005
„30 Hektar ohne Zukunft?" – JuPa kämpft für die Rennbahn
Die Horner Rennbahn verfällt – und das JuPa ist aktiv. Pressesprecher Sebastian von Borstel schreibt einen Leserbrief: Die Skate-Anlage, die 2000–2004 rege genutzt wurde, soll modernisiert und dem Spielhaus übergeben werden. 3.500 Euro werden benötigt – teils vom Stadtteilbeirat, teils vom JuPa selbst getragen.
Dez
2005
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · Dezember 2005
„JuPa feiert" – Legendäre Christmas-Party
Am 10. Dezember im JuZ Horner Geest: Die jährliche „Snow Party" des JuPa. Wer in Weiß erscheint, bekommt ein Freigetränk. Eines der jährlichen Highlights, das längst Kultstatus genießt.
Jan
2009
Horner Wochenblatt
Horner Wochenblatt · 22.1.2009
„Zehn Jahre Jugendparlament Horn – Festbankett im Wichern-Saal"
Nach 112 Treffen und zehn Jahren feiert das JuPa sein erstes rundes Jubiläum. Jährlich rund 17.000 Euro Projektbudget, eine Skate-Anlage, CD mit HipHop aus der Region, Bolzplätze und Fußballturniere – die Bilanz ist beeindruckend.
Bis heute

Was von Anfang an galt –
und heute noch gilt

Die Werte des JuPa Horn wurden 1998 von Jugendlichen erarbeitet. Sie sind in der Satzung festgeschrieben und bis heute die Grundlage aller Arbeit.

🗳️
Demokratie von unten
Die Idee kam von Jugendlichen, nicht von Politikern. Das JuPa wurde 1998 von Jugendlichen für Jugendliche erdacht – und wird bis heute so geführt.
🌍
Keine Staatsangehörigkeit
Schon 1999 galt: Die Staatsangehörigkeit spielt für die Wahl keine Rolle. Viele Nationalitäten waren von Anfang an vertreten.
💸
Echtes Budget, echte Macht
20.000 DM im Jahr 1999 – kein Spielgeld. Echte Entscheidungen über echte Projekte. Dass das JuPa wirklich etwas zu bestellen hat, ist ein wichtiger Grund für seine Dauerhaftigkeit.
🤝
Parteipolitisch ungebunden
Abgeordnete dürfen einer Partei angehören, müssen aber die Interessen aller Jugendlichen in Horn wahrnehmen und partei-politische Interessen zurückstellen.
🏘️
Für den Stadtteil
Nicht abstrakte Politik, sondern konkrete Verbesserungen: Skatepark, Basketballkörbe, Bolzplatz, Partys – was die Jugendlichen in Horn wirklich brauchen.
Ehrenamtlich
Kein Sitzungsgeld. Die Arbeit im JuPa ist ehrenamtlich – das war von Anfang an Konsens. Der Einsatz gilt dem Stadtteil, nicht dem eigenen Vorteil.
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